Der klassische Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) erlaubt den Eigenverbrauch von Solarstrom in einem Gebäude, konkret hinter einem Hausanschlusskasten (HAK). Das ermöglicht es in vielen Fällen, einen hohen Anteil des Solarstroms vor Ort zu verbrauchen. Manchmal verhindert diese Anforderung jedoch sinnvolle Lösungen: Wenn in einem Reihenhaus jeder Hauseingang einen eigenen Anschluss (HAK) hat, müssen mehrere ZEV etabliert werden, auch wenn es besser wäre, alle Wohnungen in einem einzigen ZEV zusammenzufassen. Hier ist der virtuelle ZEV (vZEV) eine Lösung: Er umfasst alle Verbraucher hinter einer Verteilkabine. Ein Reihenhaus mit mehreren Anschlüssen kann so zu einem virtuellen ZEV zusammengefasst werden. Das erleichtert die Gründung und führt zu höherem Eigenverbrauch und somit besserer Wirtschaftlichkeit. Die Bezeichnung «virtuell» kommt daher, dass die Bilanzmessung nicht physisch in Form eines Zählers existiert, sondern als virtueller Messpunkt vom Netzbetreiber berechnet wird.
Der vZEV ist in folgenden Fällen eine vorteilhafte Lösung:
Bei Neubauten empfehlen wir, weiterhin private Stromzähler zu verwenden. Das ist kostengünstiger als eine langfristige Zählermiete.
Virtuelle ZEV können ab Januar 2025 den Betrieb aufnehmen.