vZEV

Was ist ein virtueller ZEV?

Der klassische Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) erlaubt den Eigenverbrauch von Solarstrom in einem Gebäude, konkret hinter einem Hausanschlusskasten (HAK). Das ermöglicht es in vielen Fällen, einen hohen Anteil des Solarstroms vor Ort zu verbrauchen. Manchmal verhindert diese Anforderung jedoch sinnvolle Lösungen: Wenn in einem Reihenhaus jeder Hauseingang einen eigenen Anschluss (HAK) hat, müssen mehrere ZEV etabliert werden, auch wenn es besser wäre, alle Wohnungen in einem einzigen ZEV zusammenzufassen. Hier ist der virtuelle ZEV (vZEV) eine Lösung: Er umfasst alle Verbraucher hinter einer Verteilkabine. Ein Reihenhaus mit mehreren Anschlüssen kann so zu einem virtuellen ZEV zusammengefasst werden. Das erleichtert die Gründung und führt zu höherem Eigenverbrauch und somit besserer Wirtschaftlichkeit. Die Bezeichnung «virtuell» kommt daher, dass die Bilanzmessung nicht physisch in Form eines Zählers existiert, sondern als virtueller Messpunkt vom Netzbetreiber berechnet wird.

Wann ist ein virtueller ZEV sinnvoll?

Der vZEV ist in folgenden Fällen eine vorteilhafte Lösung:

  • Wenn eine Liegenschaft über mehrere Hausanschlüsse verfügt, wie es häufig bei Bestandesbauten anzutreffen ist.
  • Wenn der Verteilnetzbetreiber kürzlich die ganze Liegenschaft mit Smart Metern ausgestattet hat. Anstatt diese wieder zu demontieren, kann ein vZEV etabliert werden.
  • Wenn kein Platz für einen zusätzlichen Schaltschrank mit weiteren Messungen vorhanden ist, kann unter Umständen ein vZEV mit den bestehenden Zählern eingerichtet werden.
  • Wenn ein ZEV einen tiefen Eigenverbrauchsgrad hat und im Nachbarsgebäude viel Strom verbraucht wird

Bei Neubauten empfehlen wir, weiterhin private Stromzähler zu verwenden. Das ist kostengünstiger als eine langfristige Zählermiete.

Wann geht es los?

Virtuelle ZEV können ab Januar 2025 den Betrieb aufnehmen.