Eigenverbrauch

Die Zukunft gehört dem Eigenverbrauch: Günstiger und umweltfreundlicher Solarstrom vom eigenen Dach ersetzt teuren Strom aus dem Netz. Die Kosten für Solarstrom aus einer modernen Anlage liegen mit rund 10 Rp/kWh etwa halb so hoch wie Strom aus dem Netz.

Mit dem neuen Energiegesetz wird auch für Mieter und Stockwerkeigentümer möglich, was bisher den Besitzern von Einfamilienhäusern vorbehalten war: Seit dem 1. Januar 2018 können sie sich frei zu Eigenverbrauchsgemeinschaften (EVG) zusammenschliessen und den Solarstrom vom Dach ihres Hauses selber nutzen.

Voraussetzungen für Eigenverbrauchsgemeinschaften sind:

  • Die PV-Anlage darf nicht zu klein sein: Die Produktionsleistung der Anlage muss mindestens 10 Prozent der maximalen Netzanschlusskapazität betragen (Energieverordnung, Artikel 15)
  • Der Solarstrom muss vor Ort verbraucht werden. Das heisst auf dem Grundstück, auf dem das Gebäude mit der PV-Anlage steht. Bei direkten Leitungsverbindungen und ohne dass das öffentliche Stromnetz beansprucht wird, können auch Gebäude auf angrenzenden Grundstücken der EVG angeschlossen werden (EnV Art. 14 Abs. 2).

Solarstrom ist konkurrenzlos günstig. Strom aus Wasserkraft, Kernenergie und Windstrom muss durchs Netz zum Kunden transportiert werden. Solarstrom vom Dach entsteht beim Kunden, es fallen keine Kosten für den Transport an.

Solarstrom ist jedoch nicht 24 Stunden am Tag verfügbar. Eine wirtschaftlich effiziente Versorgung beinhaltet immer eine Kombination aus lokal erzeugtem Solarstrom und Strom aus dem Netz.

Beim Bau der PV-Anlage ist zu beachten, dass diese optimal dimensioniert wird. Bei grösseren Anlagen sinken zwar die Gestehungskosten pro erzeugter kWh, übersteigt jedoch die Produktion den Verbrauch, so fällt ein hoher Solarstromüberschuss an. Dieser muss mit Verlust ins öffentliche Netz eingespeist werden.